PAULINE ULLRICH
Blickwechsel
Der Weg über den Berg in die nächste Ortschaft heißt „zur Sonne“.
Festgewordener Lehm – unter den Füßen staubt es – gleißende Helligkeit bis zu den Weidenbäumen im Tal. Vom Weg aufgelesene Scherben werden später in die Wandung der entstehenden Figur eingedrückt. Zusammen mit Arbeitsspuren, Linien und Abdrücken entstehen immer weitere Verdichtungen – in Nahaufnahme eine eigene Landschaft.
Der Blick reicht aus der Ateliertür über die Terrasse auf das Feld. Inzwischen ist der Weizen schon geerntet und die Stoppeln fangen das letzte Licht des Tages ein, während die übrige Landschaft im Schatten der Hügel versinkt…
Biografie
1979 geboren in Halle/Saale
1998 Abitur Landeskunstgymnasium Wettin
1998 – 2005 Studium an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle,
2005 Diplom (bei Prof. Karl Fulle, Prof.Ulrich Klieber, André Schinkel; Studium bei Prof. Antje Scharfe)
bis 2007 Aufbaustudium >Mal-Gründe< bei Prof. Ulrich Klieber
– freiberuflich tätig, Mitglied BBK Sachsen-Anhalt –
Auslandsaufenthalte / Stipendien / Preise:
2002 E.U. art and relation center, Kobe (Japan)
2003 hdk Göteborg (Studium mit Erasmus- Stipendium in Schweden)
2006 Stipendium Wilhelm von Kügelgen, Bernburg
2006 und 2008 Stipendium Peter-Siemssen-Stiftung Hamburg
2010 Stipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
2010 air award 1; artist in residence Guldagergaard, Dänemark
2011 Assistenz in Guldagergaard
2017 Publikumspreis AlleeCenterArt
2018 Kunstpreis AlleeCenterArt
2018 Stipendium Rheinsberg
Auf der Suche nach dem Wesen einer Skulptur erarbeitet Pauline Ullrich Figuren aus Keramik. Anregungen zu ihrem Thema findet die Bildhauerin in alten Mythen und Märchen sowie in der Kabbala.
„Mir geht es immer nur um die Sachen, die ich mache, nie um meine Person. Ich will Stimmungen erreichen, die – unaufdringlich – sich erst bei dem Hinsehen selbst nach und nach erschließen und neue Bedeutungen, Wahrnehmungsgeschichten möglich machen.“